Mittwoch, 30. September 2015

Erledigungen

Bei der Firma Fedex mussten wir heute die ganzen Formalitäten für den temporären Import unserer Segel erledigen. Das hört sich gewaltig an, ist aber nicht viel, nur ein paar Angaben und Kopien von Reisepass, Schiffspapieren und Einreiseformular. Das wichtigste ist die Kreditkarte. Der Spass kostet ca. 200 Euro Gebühren - für den Zoll ca. 150 Euro und Verwaltung 50 Euro. Auf den Galapagosinseln waren das ganz andere Beträge, bei 600 Euro Warenwert, 600 Euro Einfuhrzoll und Gebühren.

Am Nachmittag widmete Manfred sich wieder unserem Sorgenkind der Kühlwasserpumpe. Mit Hilfe eines Werkzeuges von Michelle, dem der Marinaladen gehört, konnten wir endlich die Pumpe auseinandernehmen. Alles wurde nachgeschliffen, neue Dichtungen etc. eingesetzt und anschließend baute er sie wieder ein. Den Probelauf machen wir allerdings erst Morgen. Wir wollten uns keinen Frust holen, falls es nicht funktioniert.

Dienstag, 29. September 2015

Gute Nachrichten aus Stade

Unsere Segel sind fertig und schon auf dem Weg zu uns. Laut FEDEX sind sie auch schon aus Paris in Richtung USA unterwegs. Einzig der tropische Sturm Joshua, der derzeit an der US Ostküste sein Unwesen treibt, kann uns jetzt noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Aber nicht nur an der US Ostküste weht es kräftig, auch hier braut sich etwas zusammen. Kann am Wochenende ganz schön ungemütlich werden.

Montag, 28. September 2015

Das Bojenfeld leert sich

Fast könnte man sagen, es hat eine Massenflucht eingesetzt. Alle Segler versuchen der kommenden Taifun Zeit, die durch ein sehr strenges El Nino Jahr überlagert wird, aus dem Weg zu gehen.

Die einen segeln zu den Marquesas und wollen erst im April / Mai wiederkommen. Ein anderer Teil macht sich auf den Weg nach Neuseeland oder Hawaii. Einige haben Plätze an Land in Raiatea ergattern können, so wie wir. Heute war ein super Wetterfenster für Morea, das haben unsere Freunde genutzt. Wir haben traurig hinterher gewunken. Aber auch bei uns ist die Warterei nun absehbar.


Samstag, 26. September 2015

Gedanken!

Ohne Zweifel, die Angelegenheit mit den Segeln bedeutet für uns ein herber finanzieller Verlust. Am Anfang war es ganz schwer zu akzeptieren, dass wir betrogen wurden und wir für die kommenden Wochen in Tahiti festgenagelt sein würden. Wir erlebten jedoch ganz viel Unterstützung und Hilfe. Wir lernten viele nette Menschen kennen, mit denen wir herrliche Abende verbrachten. Mit der Zeit konnten wir uns mit der Situation anfreunden. Es hat durchaus Vorteile, länger an einem Ort zu sein. Man lernt die Bewohner, das Land und die Kultur einfach besser kennen.


Freitag, 25. September 2015

Gute Nachrichten von der Segelwerkstatt Stade

Unsere Segel werden schon am Montag fertig sein und etwa Mitte der kommenden Woche nach Papeete verschickt. Wir rechnen dann mit Eintreffen hier etwa am 5.10.2015. Wir freuen uns schon sehr, die Balimara endlich wieder mit Segelkleid zu sehen.

Die letzten Tage gab es wieder kräftigen Südwind, so dass die Dingifahrten zu nassen Angelegenheiten wurden. Gestern haben wir die Verabredung mit Arno deswegen abgesagt. Heute jedoch trafen wir uns zu einem gemütlichen Abendessen in der Casa Bianca.

Mittwoch, 23. September 2015

Der Rigger war da

Wie versprochen kam heute am Morgen der Rigger Mathieu Angelin vorbei. Ganz ehrlich, gäbe es Schulnoten für Handwerker, würde er von uns eine Eins mit Stern bekommen. Er hat alle Mails prompt beantwortet und seine Zusagen eingehalten. Unser Rigg hat er sehr gewissenhaft und genau geprüft. Während seiner Arbeit hat er uns die einzelnen Schritte erklärt. Alles ist soweit in Ordnung bis auf ein Babystag, da ist ein Draht des Stahlseils defekt. Das sollten wir austauschen, aber am besten gleich beide Seiten. Das notwendige Material müssen wir uns allerdings in Deutschland besorgen. Auch der Beschlag am Baum sollen wir gegen den vom Baumniederholer tauschen. Er hat schon zu viel Spiel.
Es war gut, dass wir das Rigg durch einen Fachmann haben testen lassen. Er versteht einfach mehr von der Materie als wir Laien. Fast 2 Stunden war er hier und hat dafür ca. 60 Euro genommen - gut investiertes Geld!

Katrin und Erich verabschiedeten sich am Nachmittag. Sie segeln für die Taifunsaison in die Marquesas. Im kommenden Jahr werden wir sie hier in den Gesellschaftsinseln wieder treffen.

Am Abend trafen wir uns noch einmal mit den Crews von Tuvalu und Joshua zum Pizza essen. 1,5 Meter Pizza war selbst für uns gute Esser viel zu viel. Es war ein lustiger und kurzweiliger Abend.

Montag, 21. September 2015

Wiedersehen nach 9 Monaten!

Wir trinken gerade unseren Kaffee im Cockpit, da fährt ein Segelboot mit spanischer Flagge vorbei. Es dauert ein Moment, bis wir es kapieren. Das ist doch Tuvalu. Angekündigt waren sie ja schon. Wir rufen ein Bienvenidos herüber und winken. Imma und Hans sind nach der Fahrt von den Tuamotus hierher sehr müde. Erst einmal ankommen und ein wenig schlafen. Wir verabreden uns zur Happy Hour im Casa Bianca. Auch Eggi und Fabi kommen dazu. Nun sind mal wieder die Spanischkenntnisse gefragt. Inzwischen klappt es wieder ganz gut. Übung macht den Meister.

Sonntag, 20. September 2015

Spülung des Getriebes

Das Getriebe reagierte in letzter Zeit wieder nur sehr zeitverzögert. Sicheres Anzeichen, dass das Getriebeöl ausgetauscht und die Verharzung durch eine Spülung mit Diesel gelöst werden muss. Das stand heute auf unserem Plan. Manfred agierte mal wider als Fakir, da die Ablassschrauben ziemlich unzugänglich sind. Ich assistierte mit Haushaltstüchern, Werkzeug und was sonst noch nötig war. Nach 2 Stunden war alles erledigt. Das Getriebe funktioniert wieder einwandfrei.

Samstag, 19. September 2015

Neues Bremslicht am Motorrad gefällig?

Neues Bremslicht? Kein Problem, hier der Vorschlag eines findigen Bastlers. Gesehen heute in der Marina Taina, Papeete. Einfach das untere Ende einer Mineralwasserflasche (Badoit) abschneiden und ankleben, fertig.
Interessant auch für die Seefahrt - es gibt rote und grüne Badoit Flaschen.

Donnerstag, 17. September 2015

Tsunamiwarnung

Wir hatten hier etwas Aufregung wegen einer Tsunamiwarnung, ausgelöst durch das Erdbeben in Chile. Zum Glück haben wir nichts gespürt und gemerkt.
Erstaunlich wie sich solche Wellen im Meer verbreiten! 

Mittwoch, 16. September 2015

Schöner Abend

Zum Sundowner kamen heute die Crew der Joschua,Eggi und Fabbi zu uns und auch Erich von der Windsong. Eggi und Fabbi sind Freunde von SY Tuvalu. Zufällig liehgen sie in Sichtweite. Beim Vorbeifahren haben wir die deutsche Fahne entdeckt. Was für ein Zufall, Eggi stammt aus Neuwied, also ganz aus unserer Nähe. Fabbi kommt aus Gran Canaria und spricht nur soanisch und französich. Da waren unsere Spanischkenntnisse gefordert. Da musste wir ganz schön in den grauen Zellen wühlen. Je später der Abend, dest besser ging es - oder lag es vielleicht an drm einen oder anderen Glas Wein?

Dienstag, 15. September 2015

Grüne stachelige Ente?

Nein
Ein Sauersack, so nennt man diese Frucht, war Heute unsere Zwischenmahlzeit. Innen ist ein weisses, frisches und leicht säuerliches Fruchtfleisch, mit einigen Kernen, die man nicht essen sollte, da giftig, aber alles in allem sehr lecker.

Probieren geht über studieren, was wir nicht kennen wird probiert, was schmeckt wird im Speiseplan aufgenommen, so wie der Sauersack, was nicht erst gar nicht erwähnt.

Montag, 14. September 2015

Die gute alte Post

Das macht hier wirklich Spass! Es gibt schöne Postkarten zu kaufen und noch ausgefallene Briefmarken dazu und das Beste ist, es funktioniert auch. Innerhalb von 10 Tagen sind die Postkarten in den Briefkästen. Das hatten wir schon lange nicht mehr.
Bei dem moderaten Wetter machte der Spaziergang zur Post richtig Spass. Im Papierwarenladen gab es auch noch Postkarten zu kaufen, also auf ganzer Linie voller Erfolg.

Am Nachmittag holten wir unseren neuen Anker ab. Der bleibt allerdings erst einmal in der Backskiste und gibt uns Sicherheit, falls wir noch einmal Pech beim Ankern haben. Wir benutzen im Moment unseren Bügelanker. Der hält bestens - Never touch a running system!


Sonntag, 13. September 2015

Was treiben die bloss den ganzen Tag?

Manchmal fragen wir uns das auch! Am Freitag konnten wir endlich an Land, Emails empfangen und Wäsche waschen. Aber das Wetter war noch nicht ganz so stabil.
Gestern war der Tag angefüllt mit Besorgungen machen. Wir brauchen einen zweiten Anker, dann hat unser Großfall eine Scheuerstelle und muss erneuert werden. Den Anker können wir hier zu moderatem Preis bekommen, allerdings das Großfall in entsprechender Qualität kommt erst irgendwann in der Zukunft. So ist das eben hier!

Dann ging es zum Einkaufen, denn inzwischen herrschte in unserem Kühlschrank gähnende Leere! Das ist ein kleiner Akt. Mit dem Dinghi an Land fahren, zum Carrefour laufen und sich dann durch die Menschenmassen schieben. Irgendwie schaffen wir es nicht, unsere Einkäufe auf weniger frequentierte Wochentage zu legen. Danach den gefüllten Einkaufswagen über Stock und Stein zurück zur Marina schieben, alles im Beiboot verstauen und hoffentlich ohne große Wellen zum Boot gelangen. Dann muss alles nach oben gehievt und verstaut werden. Alles in allem eine schweißtreibende Arbeit, die wir mit einem Sprung ins kühle Nass abschließen.

Für heute war ein Landgang angesagt, um endlich die vielen Mails zu beantworten und auch ein wenig zu erfahren, was es so neues gibt. Hier an Bord haben wir nur sehr eingeschränkten Zugang.
Leider machte uns mal wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete immer mal wieder aus dem grau verhangenen Himmel. Also haben wir die Aktion auf morgen verschoben. Hier heißt es: Warten können!

Donnerstag, 10. September 2015

Schietwetter

Seit Dienstag sitzen wir hier sozusagen in Dauerhaft. Erst kam der Wind von Norden, heftige Regenfälle peitschen auf unser Schiff. Die Süsswasserdusche tat gut. Gestern Abend wurde es dann moderater, aber schon in der Nacht dreht der Wind auf Süden und frischte auf. Im Moment haben wir 25 in Böen sogar 35 Knoten Wind bei klarem Himmel und Sonnenschein. Die Beiboote tanzen in den Wellen und das Einsteigen wird zur akrobatischen Meisterleistung. Die Fahrt an Land wird dadurch sehr nass und ungemütlich. Man wird da zum "Salzstängeli" wie unser schweizer Segelfreund Kurt das ausgedrückt hat. Wer nicht unbedingt an Land muss, bleibt besser da wo er ist. Irgendwann ist auch der ärgste Sturm vorüber.

Montag, 7. September 2015

Boje A16

Das wird unser Liegeplatz für die kommenden Wochen sein. Wir genießen es, hier draußen zu liegen. Sofort hat sich das Langfahrtseglerfeeling wieder eingestellt. Um uns herum viele Boote aus aller Herren Länder. Die Neuseeländer an der Nachbarboje kamen gleich vorbei, um uns willkommen zu heißen. Auch Erich kam vorbei, um Hallo zu sagen. Es ist echt ein tolles, lang vermisstes Gefühl. Hier können wir es gut aushalten.

Samstag, 5. September 2015

Marae - Kultstätte der Tahitianer

Wir hatten fast keine Vorräte gebunkert, da unsere Pläne ursprünglich etwas anders aussahen, nun mussten wir heute ein wenig verproviantieren. Hinzu kam noch, dass unsere Kühlwasserpumpe nach dem langen Stillstand etwas leckt. Falls die Leckage großer wird, muss es repariert werden. Dazu fehlt Manfred, das passende Werkzeug. So ist unser erster Gang zu meinen Lieblingsladen ACE. Dort kann Manfred Stunden verbringen, indem alles angesehen und geprüft wird. Jetzt kann ich endlich mal die leidige Frage stellen, wozu brauchst du das, du wolltest doch eigentlich.... Naja, der Einkauf ist dann doch einigermaßen friedlich verlaufen. Die gesuchte Trophäe war schnell gefunden und weiter ging's! 

Nachdem alles verstaut war, machten wir noch einen Ausflug zu den Maraes and der Westküste von Tahiti. Zwei haben wir besucht, wobei die Marae de Arahurahu für uns am beeindruckendsten war. Die Lage ist großartig und die Anlage riesig. Nur Männer dürfen diese Kultstätte betreten. Für Frauen und Kinder sind sie verboten. Wie bei solchen Kultstätten üblich findet man dort viele Brotfruchtbäume (Urus, die Früchte schmecken ähnlich wie Kartoffel). Für alle Kultstätten auf Tahiti zahlt man keinen Eintritt und sie sind ausnahmslos sehr gepflegt.

 


Donnerstag, 3. September 2015

Planung

Heute standen unsere ganzen Aktionen unter dem Vorzeichen "Aufbruch". Unglaublich, was es bedeutet ein Boot, nach langer Liegezeit wieder fürs Segeln bzw. Liegen vor Anker fit zu machen. Alles muss segelklar verstaut werden. Unser Wassermacher muss aktiviert werden, damit das lästige Wasserschleppen entfällt.

Wir haben uns einen Plan gemacht, damit wir auch nichts vergessen. Jetzt überwiegt die Freude bei uns, endlich wieder im Ankerfeld zu liegen.

Mittwoch, 2. September 2015

Nichts läuft wie geplant!

Im Moment haben wir in der Marina Taina einen guten Platz. Wir schaukeln kaum und fühlen uns auch sicher. Nur leider sollen wir mit unserem kleinen Boot umziehen. Die uns angebotenen Plätze waren entweder sehr rollig oder mit braunen Blütenständen total verdreckt. Wir fanden keinen Liegeplatz für uns akzeptabel zumal zu den horrenden Preisen. Nun werden wir in ein zwei Tagen an eine Mooringboje verlegen. Schaukeln können wir billiger draußen.
Zum Glück haben wir heute noch eine Zusage von Carenage in Raiatea erhalten, dass wir dort unsere Balimara von November bis Mai an Land stellen können. Da unsere Segel Anfang Oktober hier ankommen, bleibt uns genügend Zeit um nach Raiatea zu segeln und dort alles klar zu machen.

Eine andere Mission war heute auch nicht von Erfolg gekrönt. Alle günstigen Flüge zu den Osterinseln sind ausgebucht. War sicherlich nur ein Lockangebot. Aber fast das doppelte waren wir nicht bereit zu zahlen. So verzichten wir auf den Kurztrip.

Ein Besuch (in) der Markthalle rentiert sich immer:



Dienstag, 1. September 2015

Steifer Südwind

Seit gestern weht ein kräftiger Südwind, der die Boote im Ankerfeld stark schaukeln lässt. Selbst hier in der Marina ist Bewegung in den Booten, der für uns das Ein- und Aussteigen zum wahren Balanceakt macht. Die Planke ist schon ein paar mal heruntergefallen und hat einen unschönen Kratzer am Rumpf hinterlassen. Bis morgen Abend soll der Wind noch durchhalten.
Keiner der Segler traut sich so richtig von seinem Boot mit dem Dinghi an Land zu kommen. Entsprechend ruhig ist es hier heute.